ausgesuchtes heimisches Holz

Wir haben ja eine Vielzahl außergewöhnlicher Hölzer in unserem Fundus, die darauf warten, in ein zweites Leben als Bassbody, Hals, Griffbrett oder Deckenmaterial zu starten. Es lohnt sich also, einfach mal bei uns anzuklopfen, um nach dem perfekten Holz für den eigenen Traumbass genauer nachzuhaken.

Zu einigen Hölzern pflegen wir eine besondere Beziehung, weil sich dahinter auch eine Geschichte verbirgt.

Einige Projekte, die wir mit diesem Holz realisiert haben, haben wir im Text verlinkt. Viel Spaß beim Lesen und Klicken.

Ulme (Ruester)

Eine davon haben wir Euch ja schonmal erzählt: Die Geschichte der Duisburger Ulme. Wir haben noch einige Rüster-Bohlen dieses schönen Baumes vorrätig und können noch das ein oder andere Instrument daraus fertigen. Gerade auch unseren neuen kleinen Bustinies sind dafür geeignet, für die man bekanntlich ja weniger Holz benötigt.

Für die Verwendung als Deckenholz – oder als Sandwichbody in Kombination mit einem anderen Bodyholz, haben wir noch große Bestände einer anderen Ulme vorrätig. Unsere neuen Bass-Schneidebretter sind zum Besipiel daraus gefertigt – und unser kürzlich fertiggestellter Singlecut-Multiscale-Bass auch.

Rüster ist ein schönes heimisches Holz, welches von seiner Härte und der Art der Maserung am ehesten vergleichbar mit dem Holz der Esche ist. Allerdings oft zweifarbig gefärbt und davon die dunkleren Teile wesentlich dunkler. Besonders sind auch die häufig auftretenden Astlöcher, die das Holz sehr lebendig, roh und „echt“ ausschauen lassen. Bei diesem re:belle ist dies z.B. gut zu beobachten.

Kirschbaum

Ein Holz, was wir unbedingt ein wenig pushen müssen, ist dieser Kirschbaum. Der Baum, aus dem wir unsere Bassbodies fertigen, stand ein paar Straßen weiter bei einem Freund von Rüdiger im Garten. Nach einer schweißtreibenden Baumfällaktion hatte es ein hiesiges Sägewerk geschnitten, welches mittlerweile leider auch nicht mehr existiert. Nun liegt der aufgeschnittene Baum seit mehr als zehn Jahren bei uns im Lager. Einige Instrumente haben wir daraus gebaut – auch häufiger Fretless-Bässe. Der Worp 5 fretless, den wir damals zu unserem Fretless-Day gebaut haben und der erste Buster CW thinline sind z.B. daraus gebaut worden. Es ist recht hart, feinporig und großflächig dezent gemasert. Dass das Holz lang gelagert ist, braucht man dazu wohl nicht mehr erwähnen. Haben wir aber.

Esche

Es ist nicht irgendeine Esche, sondern eine, die über viele Jahre hinweg in Rüdigers Garten gelagert hat. Dadurch hat sich ein Pilz in das Holz eingenistet und das Holz an manchen Stellen eingefärbt und auch in seiner Struktur verändert. Das wunderschön gemaserte Holz hat eine großflächige Maserungsstruktur ist auch leichter als „normale“ Esche. Wir haben es kürzlich für einige Bustiny-Produktionen verwendet, aber auch ein Exemplar der re:belle series gefertigt, bei der wir die großen Poren nachträglich noch eingefärbt haben.

Riegelesche

Man kennt Riegelahorn – aber wir haben auch Riegelesche. Wo genau das Holz herkommt, weiß mittlerweile keiner mehr. Phil hat kürzlich einige dieser Schmuckstücke beim Durchforsten gefunden – und so muss man es euch ja mal präsentieren. Wirklich aussergewöhnlich schöne, heimische Holzstücke! Wahnsinn, was da alles passiert. Es sind keine Leichtgewichte – aber jedes Gramm wert.

Dazu empfehlen wir natürlich einen Hals und ein Griffbrett aus Hainbuche. Auch so ein BassLine-typisches heimisches Holz.

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